Seitenschäden am Auto:
Warum Karosserie und Sicherheitssysteme gemeinsam geprüft werden müssen
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit beim Ausparken, eine enge Einfahrt oder ein seitlicher Zusammenstoß: Schäden an der Fahrzeugseite entstehen schneller, als man denkt. Was auf den ersten Blick lediglich wie eine Delle oder ein Kratzer aussieht, kann jedoch weitreichendere Folgen haben. Moderne Fahrzeuge verfügen über komplexe Karosseriestrukturen, Sensoren und elektronische Sicherheitssysteme. Deshalb reicht es nach einem Seitenschaden nicht aus, nur die sichtbaren Spuren zu beseitigen.
Seitenschäden
sind nicht immer oberflächlich
Zu den typischen Seitenschäden gehören Kratzer, Dellen und Verformungen an Türen, Seitenschwellern, Kotflügeln oder Außenspiegeln. Bei stärkeren Kollisionen können außerdem tragende Bereiche wie die A-, B- oder C-Säule betroffen sein.
Diese Bauteile tragen wesentlich zur Stabilität der Fahrzeugkarosserie bei. Insbesondere bei einem erneuten Unfall müssen sie die auftretenden Kräfte gezielt aufnehmen und ableiten. Eine fehlerhafte oder unvollständige Reparatur kann daher nicht nur die Optik, sondern auch die Sicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigen.
Bei der professionellen Schadenaufnahme wird deshalb geprüft, wie weit die Beschädigung tatsächlich reicht. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Bauteil instandgesetzt oder ausgetauscht werden muss.
Präzise Karosseriearbeiten
nach Herstellervorgaben
DEine fachgerechte Reparatur beginnt mit einer detaillierten Analyse des Schadens. Verformte Karosserieteile werden mit geeigneten Reparatur- und Richttechniken wiederhergestellt. Kleinere Dellen können unter bestimmten Voraussetzungen sogar lackschadenfrei entfernt werden.
Ist auch die Lackoberfläche beschädigt, muss sie anschließend sorgfältig aufgebaut werden. Dabei kommt es auf einen exakt passenden Farbton und möglichst unsichtbare Übergänge zum bestehenden Fahrzeuglack an. Das Ziel ist ein Ergebnis, bei dem der vorherige Schaden weder optisch noch technisch erkennbar ble
Gleichzeitig ist es wichtig, die vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Reparaturverfahren einzuhalten. Das gilt besonders für moderne Fahrzeuge, Elektroautos und Modelle mit speziellen Materialkombinationen aus Stahl, Aluminium oder Kunststoffen.